Wenn wir am Anfang des Lebens ansetzen, treffen wir auf ein basisches Milieu. Das
Fruchtwasser, welches den Fötus 9 Monate schützend umgibt, hat einen
basischen pH Wert von 8,0-8,5. Die Haut von Säuglingen hat noch einen
pH Wert von 8,0, die gesunde Haut eines Erwachsenen von 7,3-7,5. Auch
unsere Körperflüssigkeiten wie Blut (pH 7,35-7,45), Speichel (pH7,5)
oder die Tränenflüssigkeit (pH 7,35) sind von Natur aus basisch.
Für unsere Vorfahren war es
natürlich, sich basisch zu pflegen. Aber auch andere große Kulturen,
wie die der Ägypter zeugen vom Wissen über basische Körperpflege. So
badeten die Ägypter zur Regeneration im See Natrun, einem Natronsee. Noch
zu Urgroßmutters Zeiten war die Hautpflege durchweg basisch.
Schmierseifen mit hohem pH Wert, sowie Quarkwickel galten als bewährte
basische und schonende Hautpflege. Eine spezielle basische Kosmetik war
somit nicht notwendig. Die Geschichte der sauren Kosmetik beginnt erst in den 1950er Jahren.
Damals begann die Industrie mehr und mehr auf saure Kosmetik
umzustellen, da durch die neu entwickelten chemischen Emulgatoren ein
leichteres Herstellen von Formulierungen im sauren Milieu möglich wurde. Seit
den letzten 20-30 Jahren erlebt die Hautpflege der Kosmetikindustrie
eine stetige Verschiebung des durchschnittlichen pH Wertes von 6,5 auf
bis zu pH 5.0.